Neue Broschüre „Kinderwunsch“ beschreibt die Möglichkeiten der modernen, innovativen Labor-Diagnostik

Die neue, in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Dr. med. Sebastian Pfeiffer, Düsseldorf, erstellte Broschüre "Kinderwunsch" soll Paaren helfen sich zum oft unübersichtlichen Thema "Weitergehende Labordiagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch" schnell und übersichtlich zu informieren. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Fertilität (engl. Fertility) können durch innovative diagnostische Methoden gegebenenfalls in neuartige Therapiekonzepte übersetzt werden.
1,4 Millionen Paare mit Kinderwunsch wurden in Deutschland bereits mit der Diagnose unfruchtbar konfrontiert.
In erster Linie stellt diese Aussage eine individuelle Belastungssituation für die Betroffenen dar, deren Verarbeitung auch ohne erlittene Fehlgeburten oder Aborte oft schmerzhaft ist und die sie in letzter Konsequenz alleine bewältigen müssen. Dass diese Diagnose aber auch eine Konsequenz für die gesamte Gesellschaft beinhaltet, zeigen die folgenden Zahlen. Wurden im Jahr 1991 noch über 830.000 Kinder in Deutschland geboren, so sank diese Zahl bis auf 665.000 im Jahre 2009. Gleichzeitig jedoch verstarben im selben Jahr 854.000 Personen. Aus diesen Angaben wird ersichtlich, dass jede Geburt für die positive demographische Entwicklung Deutschlands notwendig ist. Hören sich die knapp 100.000 Geburten durch reproduktionsmedizinische Maßnahmen zwischen den Jahren 1997 und 2005 zunächst wenig an, so muss für die richtige Bewertung berücksichtigt werden, dass durch diese Kinder wiederum tausende Kinder in der Folgegeneration geboren werden. Es zählt also jedes Kind für unsere Gesellschaft.
Es ist ein weiteres soziales Phänomen in Deutschland, dass die Mütter bei der Geburt Ihres ersten Kindes immer älter werden. Durchschnittlich drei Jahre älter bei der Erstgeburt waren die in den sechziger Jahren geborenen Mütter als die Mütter, die in den Jahren 1942 bis 1946 geboren wurden. Mit zunehmendem Alter der Frau nimmt auch die Wahrscheinlichkeit der Spontanschwangerschaft ab, ohne dass es per se unmöglich wäre, Kinder zu bekommen.
Diese Broschüre befasst sich mit der oft unscharfen Diagnose "unfruchtbar" und möchte Anregungen geben, welche weiteren innovativen Diagnostikmethoden neben etablierten Standarduntersuchungen in der Reproduktionsmedizin angewendet werden können. Da das Wissen um biologische Zusammenhänge stetig wächst, stehen auch der modernen Diagnostik verbesserte Methoden zur Verfügung. Ziel einer vernünftigen und sinnvollen Diagnostik ist es, kein reiner Selbstzweck zu bleiben, sondern die möglichen Ursachen hinter der Diagnose "unfruchtbar" zu erkennen, um zusätzliche Ansatzpunkte für eine optimale individuelle Therapie zu finden.